Wer schon einmal das Haus der Eltern oder Großeltern entrümpeln musste, weiß wie viel Zeit und Kraft das kostet. Die Aufräum-Methode „Swedish Death Cleaning“ soll das Problem lösen. Und schon lange vor dem Tod für Ordnung sorgen.

Warum Entrümpeln bevor man stirbt?

 „Swedish Death Cleaning“ hat die Schwedin Margareta Magnusson bekannt gemacht. In ihrem Buch „Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen“ erklärt sie, wie es funktioniert. Der clevere englische Begriff „Swedish Death Cleaning“ hat sich für die Aufräum-Methode durchgesetzt.

Das Buch von Margareta Magnusson ueber Entruempeln mit Swedish Death Cleaning.
In ihrem Buch erklärt Margareta Magnusson wie genau Swedish Death Cleaning funktioniert.

Margareta Magnusson hat selbst mehrmals die Belastung erlebt, die Wohnung von verstorbenen Familienmitgliedern auflösen zu müssen. Die Überforderung, wenn man über Jahrzehnte angesammelte Sachen sortieren und loswerden muss. Während man gleichzeitig noch trauert.

Deshalb empfiehlt sie, den eigenen Haushalt zu entrümpeln, bevor man stirbt. Damit übernimmt man Verantwortung für den eigenen Krempel. Und macht es den Verwandten nach dem eigenen Tod einfacher. Aber auch um sich schon frühzeitig von Überflüssigem zu befreien und eine aufgeräumte Wohnung zu genießen. „Mit einer Verkleinerung des Besitzstandes schon zu Lebzeiten erspart man sich und anderen Menschen wertvolle Zeit“, sagt Margareta Magnusson. Damit könne man auch schon mit 30 Jahren anfangen.

Der Unterschied zu einer normalen Aufräum-Aktion: Man nimmt sich viel Zeit dafür, alle Dinge in seinem Leben genau zu betrachten. Sie wertzuschätzen. Und dann zu entscheiden, ob man sie behält oder weggibt. Und man entscheidet bewusst, wohin man Sachen gibt, die man nicht mehr braucht.

Ein Dachboden der mit Swedish Death Cleaning entruempelt werden kann.
Entrümpeln lohnt sich schon früh im Leben.

Die besten Tipps zum Entrümpeln mit „Swedish Death Cleaning“

  • Auf dem Dachboden oder im Keller starten: Dort lagern oft Dinge, die man schon lange nicht mehr braucht und deren Entsorgung man vor sich hergeschoben hat. An diesen Gegenständen hängen wenig Emotionen und das Weggeben fällt einfach. Das stärkt die Motivation!
  • Mit großen Dingen wie Möbel, Fernseher, Kinderwagen anfangen und sich die kleineren Dinge danach vornehmen.
  • Fotos und Briefe lieber zum Schluss sortieren, da sie viele Gefühle hervorrufen und viel Zeit brauchen.
  • Eine Erinnerungskiste, die gleichzeitig auch eine „Wegwerfkiste“ ist. Hier kommen sehr persönliche, sentimentale Gegenstände rein (Postkarten, Souvenirs…), die man nur für sich selbst behält. Wenn man stirbt, darf diese Kiste ohne schlechtes Gewissen von den Kindern oder Enkeln weggeworfen werden.
Geschirr und Glaeser die mit Swedish Death Cleaning entruempelt wurden.
Margareta Magnusson empfiehlt überflüssige Dinge großzügig zu verschenken.
  • Margareta Magnusson sagt: „Ich möchte nichts haben, was ich nicht gerne anschaue.“ Lieber Qualität als Quantität und sich mit schönen Dingen in einer aufgeräumten Wohnung umgeben – das ist auch meine Philosophie beim Professional Organizing.
  • Apropos Großzügigkeit: Wie schön ist der Gedanke, dass andere Mensch Freude an den Dingen haben werden, die man verschenkt, spendet oder verkauft. Es ist auch nachhaltiger, wenn anderen Menschen sie benutzen als wenn die Sachen weiter auf dem Dachboden oder im Regal verstauben.
  • Die größte Motivation ist laut Margareta Magnusson das befreiende Gefühl nach dem Entrümpeln: „Freuen Sie sich auf ein sehr viel einfacheres und ruhiges Leben – es wird Ihnen gefallen.“

Du brauchst Hilfe beim Aufräumen?

Du stehst vor einer Haushaltsauflösung und möchtest dabei eine helfende Hand? Oder möchtest du deine Kinder davor bewahren, später dein Gerümpel entsorgen zu müssen?
Dann lerne jetzt mehr über Professional Organizing.

Christin Köppen

Professional Organizer in Berlin

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